Jasper Bärtling-Lippina

Gitarre, Laute

Jasper Bärtling-Lippina

Ich bin ausgebildeter Gitarrist (Bachelor) und Lautenist (Master). Ich habe an der Hanns Eisler Musikhochschule (Klasse Prof.Dr. Daniel Göritz) und am Konservatorium Maastricht (Klasse: Carlo Marchione) meinen Bachelor gemacht und mich anschließend auf die Alte Musik spezialisiert. 2019 habe ich meinen Master am Königlichen Konservatorium Den Haag in Laute/Theorbe/Basso Continuo (Klasse: Prof. Joachim Held / Mike Fentross) abgeschlossen. Ich unterrichte bereits seit vielen Jahren Gitarre und E-Bass und habe auch gute Erfahrungen mit Online-Unterricht gemacht. Seit einiger Zeit unterrichte ich auch Laute.

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Instrumente

Berufserfahrung

Ich habe in vielen professionellen Ensembles und Projekten mitgewirkt, unter anderen unter der Leitung von Michael Chance, Pascal Bertin, Mike Fentross, Kathryn Cok, Sebastien Marc. Im Zuge meiner Ausbildung hatte ich Unterricht bei Größen der Branche wie Ton Koopman. Weiters spiele ich in mehreren Ensembles wie zum Beispiel dem Ensemble L’olivastro, mit denen ich bereits im Belgischen Radio RTBF in der Sendung „puis-que vous avez du talent“ zuhören war. Weitere Highlights waren das Mitwirken bei der zeitgenössischen Oper „La Tragedia di Claudio M“ unter der Leitung von Johannes Boer, Konzerte für das Niederländische Parlament, im Geburtshaus von Christian Huygens und gemeinsam mit Counter Tenor Minho Jeong auf dem Wonderfeel Festival.

Ausbildung

2012-2016
Hanns Eisler Musikhochschule, Konservatorium Maastricht – Bachelor Gitarre
2016-2019
Königliches Konservatorium Den Haag – Master Laute / Theorbe / Basso Continuo

Fortbildungen

Als Gitarrist hatte ich Meisterklassen bei zahlreichen berühmten Gitarristen wie Judicael Perroy, Goran Krivokapic, Scott Tennant, William Kanengiser, Daniel Cerovic. Als Lautenist konnte ich bei der Akademie Versailles in Prag unter der Leitung von Benoit Dratwicki und Alexis Kossenko und beim Europäischen Hanseensemble Lüneburg, unter der Leitung von Manfred Cordes Weiterbildung genießen.
Bilder © Minho Jeong

Berufserfahrung

Ich habe in vielen professionellen Ensembles und Projekten mitgewirkt, unter anderen unter der Leitung von Michael Chance, Pascal Bertin, Mike Fentross, Kathryn Cok, Sebastien Marc. Im Zuge meiner Ausbildung hatte ich Unterricht bei Größen der Branche wie Ton Koopman. Weiters spiele ich in mehreren Ensembles wie zum Beispiel dem Ensemble L’olivastro, mit denen ich bereits im Belgischen Radio RTBF in der Sendung „puis-que vous avez du talent“ zuhören war. Weitere Highlights waren das Mitwirken bei der zeitgenössischen Oper „La Tragedia di Claudio M“ unter der Leitung von Johannes Boer, Konzerte für das Niederländische Parlament, im Geburtshaus von Christian Huygens und gemeinsam mit Counter Tenor Minho Jeong auf dem Wonderfeel Festival.

Ausbildung

2012-2016
Hanns Eisler Musikhochschule, Konservatorium Maastricht – Bachelor Gitarre
2016-2019
Königliches Konservatorium Den Haag – Master Laute / Theorbe / Basso Continuo

Fortbildungen

Als Gitarrist hatte ich Meisterklassen bei zahlreichen berühmten Gitarristen wie Judicael Perroy, Goran Krivokapic, Scott Tennant, William Kanengiser, Daniel Cerovic. Als Lautenist konnte ich bei der Akademie Versailles in Prag unter der Leitung von Benoit Dratwicki und Alexis Kossenko und beim Europäischen Hanseensemble Lüneburg, unter der Leitung von Manfred Cordes Weiterbildung genießen.
2012-2016
2016-2019

Fortbildungen

Hanns Eisler Musikhochschule, Konservatorium Maastricht – Bachelor Gitarre
Königliches Konservatorium Den Haag – Master Laute / Theorbe / Basso Continuo
Als Gitarrist hatte ich Meisterklassen bei zahlreichen berühmten Gitarristen wie Judicael Perroy, Goran Krivokapic, Scott Tennant, William Kanengiser, Daniel Cerovic. Als Lautenist konnte ich bei der Akademie Versailles in Prag unter der Leitung von Benoit Dratwicki und Alexis Kossenko und beim Europäischen Hanseensemble Lüneburg, unter der Leitung von Manfred Cordes Weiterbildung genießen.

Interview mit Jasper Bärtling-Lippina

Wie bist du zur Musik gekommen?

Meine Eltern hatten als Werbegeschenk eine CD mit den Vier Jahreszeiten von Vivaldi bekommen, als ich so etwa 4 Jahre alt war. Diese CD hat mich so verzaubert, dass sie ständig angemacht werden musste, was meine vier Geschwister und meine Eltern irgendwann einfach nur noch genervt hat. Ich war aber damals schon sehr wählerisch und hab mich nur ungern auf andere Musik eingelassen. Meine Eltern und Geschwister sind aber keine richtigen Klassik-Fans und so haben sie immer wieder Jazz-Platten angemacht. Ich erinnere mich an „My Favourite Things“ von John Coltrane und „Take Five“ von Dave Brubeck und deshalb wollte ich plötzlich nicht mehr nur Geige spielen, sondern auch Saxophon. Meine Eltern dachten ich sei noch zu jung für ein Instrument, aber ich hab einfach nicht locker gelassen und fast jeden Tag danach gefragt. Irgendwann sind wir dann endlich zu einer Musikschule gegangen. Da hat dann der Saxophonlehrer gesagt, dass man erst Saxophon spielen sollte, wenn zumindest die Schneidezähne keine Milchzähne mehr sind, damit man keine schiefen Zähne kriegt oder andere Fehlentwicklungen. Damit war die Entscheidung getroffen: ich hab mit Geige angefangen und so mein Herz der klassischen Musik geschenkt.

Warum hast du dich für deine Instrumente entschieden?

Es gab da mehrere Gründe. Als erstes kann ich mich an eine Situation in der Schule erinnern, da war ich so ungefähr 13 oder 14: Für eine Musikstunde sollten die, die ein Instrument spielten, diese mitbringen, das Instrument vorstellen und eine Kleinigkeit spielen. Ich stand also da mit meiner Geige und spielte ein ganz gutes Vivaldi-Konzert begleitet von der Musiklehrerin. Sauschwierig war das für mich, ich war aufgeregt und hatte das Konzert schon eine ganze Weile geübt. Als ich fertig war, schaute ich in die Klasse und sah ausschließlich gelangweilte Gesichter und gerade die Mädchen, die ich beeindrucken wollte, waren völlig desinteressiert. Nach mir war ein Klassenkamerad mit seiner Gitarre dran: Er spielte ein Stückchen mit drei oder vier Akkorden, ganz leicht alles in der ersten Lage. Aber die Mädchen flossen dahin und die Jungs fanden ihn super cool. Das hat mich genervt, das wollte ich auch. Also hab ich eine Gitarre meines Vaters vom Speicher geholt und angefangen Akkorde zu schrammeln und dazu zu singen. Das ging relativ schnell gut, und war so viel leichter als Geige für mich. Im Juni 2006 war dann Bob Dylan auf Tour in Deutschland und wir sind dann zu einem Konzert. Als wir in der Schlange standen sagte ein langhaariger, junger Mann hinter mir zu seinen Freunden einen Satz den ich nie vergessen werde: „Ich bin so aufgeregt, ich werde Bob Dylan sehen, ich bin so gespannt was er spielt, eigentlich ist es mir ganz egal, er könnte auch einfach auf die Bühne kommen und Zeitung lesen, ich könnte immer noch sagen, ich hab Bob Dylan gesehen.“ Das hat mich so beeindruckt, denn wenn ich ehrlich bin, war das darauf folgende Konzert nicht so unglaublich gut. Aber dann habe ich mehrere Biographien gelesen und die Texte übersetzt, die alten Scheiben gehört und hab dann nicht nur den jungen Mann aus der Schlange verstanden, sondern war plötzlich auch der größte Bob Dylan-Fan. Bob Dylan war mein Ziel, Singer-Song-Writer… Ich hatte bisher auf der Gitarre Tears in Heaven gelernt, das war für mich das schwierigste Stück, aber das begleitende Finger-Picking von den Dylan-Platten konnte ich mir nicht beibringen, also musste ein Lehrer her. Bei diesem Gitarrenlehrer, einer Kraut-Rocklegende mit klassischer Ausbildung, aber Hippiementalität,  hab ich dann schnell viel gelernt, auch E-Gitarre. Nach etwa anderthalb Jahren hat mir dieser Lehrer allerdings dann in bester Hippie-Manier gesagt: „Jetzt kann ich dir im Blues-Rock nichts mehr beibringen, alles andere ist Learning-by-Doing, Jammen und Fühlen.“ Ich war zwar stolz, wollte aber nicht mit dem Unterricht aufhören. Also hab ich ihn gefragt, ob wir nicht mal ein bisschen Klassik auf der Gitarre ausprobieren könnten. Wahrscheinlich, wegen meiner 10-Jährigen Geigenerfahrung, war das für mich dann unglaublich leicht und so habe ich sehr schnell richtige Sprünge gemacht. Wenn ich ehrlich bin, hab ich mit Bob Dylan die Mädchen ja eh nicht gekriegt, also bin ich dann doch wieder bei der Klassik hängen geblieben. Mit 16 bin ich dann nach Köln, Düsseldorf, Maastricht und Aachen an die Musikhochschulen gegangen und hab den Professoren vorgespielt. Die haben mich alle angeguckt, als würde ich nur ihre kostbare Zeit verschwenden, was wahrscheinlich auch der Fall war. Mir fehlten einfach die technischen Grundlagen, die mir mein rockiger Gitarrenlehrer nie so richtig beigebracht hatte. Unter den Professoren war einer den ich vergötterte: Carlo Marchione, ein Italiener, über den die verrücktesten Geschichten erzählt wurden. Auch er rügte meine Technik, aber bot mir an mich seinem Assistenten vorzustellen, der mir die Technik schnell und effektiv beibringen könne. Das Angebot hab ich wahrgenommen und wurde so jung Student am Konservatorium Maastricht.

Gitarre hab ich dann bis zum Bachelor verfolgt, wurde zunächst nicht in der prestigeträchtigen Klasse in Maastricht angenommen, musste in Berlin anfangen und konnte aber dann doch noch nach Maastricht wechseln, um bei meinem Idol zu studieren… Diese Klasse war eine der Besten in ganz Europa, wenn nicht sogar eine der Besten der Welt, seine Studenten waren die erfolgreichsten überhaupt, jedes Jahr holten sie dutzende erste Preise bei Wettbewerben. Etwa zum Ende meines Bachelor-Studiums bekam ich einen Bandscheibenvorfall und musste deshalb ein paar Monate aussetzen. In dieser Pause hab ich dann für mich persönlich festgestellt, dass ich zwar unglaublich motiviert war Gitarrist zu werden, aber eigentlich doch immer dirigieren wollte, die große Musik interpretieren. Also habe ich auch ein Dirigierstudium begonnen, wo ich dann aber schnell feststellte, dass ich als Sologitarrist zwar viel über Musik wusste, analysieren konnte, Musikgeschichte und Aufführungspraxis kannte, aber dass ich noch nie in einem richtigen Ensemble musiziert hatte und mir da die Erfahrung fehlte. Daher hab ich mich dann entschieden mit der Gitarre abzuschließen und mich dann der Alten Musik und den Lauten-Instrumenten zu widmen. Das war das technisch naheliegende und bot die Möglichkeit Orchester- und Ensemble-Erfahrung zu sammeln. So wurde dann eine neue Leidenschaft geweckt und ich hab dann meinen Master in Laute-Theorbe und Basso-Continuo gemacht und cum laude abgeschlossen.

Was inspiriert dich?

Mich inspiriert die Kunst der Interpretation. Als Gitarrist wurde ich oft von meinen Dirigentenkollegen belächelt: Das sei ja naive Musik, die nicht intellektuell sei, das Instrument habe zu begrenzte Möglichkeiten, die großen Komponisten haben nie für Gitarre geschrieben und so weiter… Aber mein Gitarren-Professor, Carlo Marchione, war wohl gleichzeitig der genialste Musiker den ich kannte, und ein Intellektueller par excellence. Nicht nur, dass er nahezu jedes Stück auf seiner Gitarre spielen konnte, und damit meine ich, jedes auch aus dem Orchesterrepertoire. Er konnte auch die meisten Stücke in allen Tonarten spielen, wusste mehr über Bach, Mozart und Telemann, als die meisten andern Professoren am Konservatorium, weshalb fast alle Instrumentalisten mit ihm Unterricht haben wollten. Und das hatte nur einen Grund, die perfekten, berührenden Interpretationen, die die Gitarre zum Medium der schönsten Gedanken und Gefühle werden ließen und das Instrument an sich in den Hintergrund rückten. Bei den Dirigenten kommt es eben genau darauf an. Wenn ich mit meinen Freunden zusammen saß und wir bis zum Morgengrauen bei einigen Flaschen Wein Interpretationen verglichen haben, gab es immer wieder Momente, wo sich die Diskussionen einstellten und alle nur noch gebannt zugehört haben. Wir alle kannten Beethovens Fünfte in- und auswendig, aber als wir hörten wie Carlos Kleiber, die Hörner im dritten Satz weiter forte spielen lies, hatten manche Gänsehaut, anderen kamen die Tränen und es wurde ganz leise und andächtig. Ich könnte noch hunderte solche Beispiele aufzählen. Aber genau das ist mein Ziel und für mich die größte Inspiration. Nahezu jedes Musikstück kann wunderbar sein und einen bis ins Mark erschüttern, wenn es nur gut interpretiert ist. Schon meine Geigenlehrerin sagte immer: „Es gibt keine schlechte Musik, es gibt nur schlecht gespielte Musik.“ Und spielte dann Hänschen-Klein so wunderschön, dass man völlig sprachlos war. Ich hab das erst spät wertschätzen gelernt, aber Musik kann etwas, was vielleicht keine andere Kunstform kann: Sie kann einen berühren, ohne, dass man versteht wieso, sie kann die Menschen zu tränen rühren, auch wenn sie keine Notenlesen können oder nicht wissen was Dur und Moll ist.

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